Skip to main content

Homerecording-Tonstudio einrichten & aufnehmen

Komposition, Arrangement und Recording

Aufnahmen bearbeiten

Aufnahmen bearbeiten

Beim Aufnehmen im Homerecording Tonstudio gibt es vieles zu beachten. Vom passenden Arrangement über die Komposition eines Stücks bis hin zur fertigen Aufnahme – nur wer über den kompletten Prozess hinweg keine Fehler macht, der wird am Ende mit dem Resultat zufrieden sein. In diesem Beitrag zeigt die Redaktion, wie man Stücke komplett plant und fehlerfrei recordet.

Vermeiden Sie die zwei größten Anfängerfehler beim Komponieren. Erstens das Überhören eigener Ideen und zweitens das Nicht-Aufzeichnen von eigenen guten Ideen. Nur wenn man die entsprechende Erfahrung mitbringt, kann man langfristig gute Aufnahmen anfertigen.

Dieser Beitrag soll dabei helfen, einfach besser im Homerecording-Tonstudio aufnehmen zu können.

Das Überhören „guter“ Ideen

Hören Sie sich selbst genau mit zu! Suchen Sie nicht das Spektakuläre, sondern das Dienliche.

Das Nicht-Aufzeichnen von eigenen guten Ideen

Wenn Sie Nachts aufwachen und hören eine gute Melodie in sich, dann halten Sie diese sofort fest. Am nächsten Morgen wird sie mit hoher Wahrscheinlichkeit weg sein. Ein Diktiergerät, Notenpapier und Bleistift sind der ständige Begleiter des Komponisten.

Bedenken Sie beim Komponieren immer für was sie Komponieren und beachten Sie dabei natürliche Grenzen des Tonumfanges. Zum Beispiel: Popsong / Durchschnittssänger / Melodie innerhalb einer Oktave. Verwenden Sie Zeit darauf die optimale Geschwindigkeit und Tonart ihrer Komposition zu ermitteln. Machen Sie sich mit den Grundtechniken des Komponierens, vor allem dem motivischen Verarbeiten, vertraut.

Praxis Tipps zum Arrangement

Ein Song besitzt meist eine klare Struktur, einen Ablauf von verschiedenen Formteilen, die in Beziehung zueinander stehen. Bestandteile wie Intro, Strophe, Bridge, Refrain, sowie Breaks, Wiederholungen und Ending müssen so zu einem Ablauf kombiniert werden, dass ein Spannungsbogen entsteht.

Das Intro: Das Intro ist der Opener des Stückes, d.h. die ersten Takte, die den Zuhörer erreichen. Ziel des Intros ist es einen Vorgeschmack auf das Stück zu geben. Dazu kann beispielsweise ein abgespeckter Riff verwendet werden, den man im Refrain wieder trifft.

Die Strophe: Innerhalb der Strophe wird bei Gesangsstücken die „Geschichte“ des Songs erzählt.

Die Bridge: Die Bridge ist ein Zwischenstück, dass zwei musikalische Teile miteinander verbindet. Meistens wird die Bridge als Überleitung zum Refrain genutzt. Innerhalb der Bridge wird in diesem Fall der Spannungsbogen der Musik gesteigert, damit der Zuhörer auf den Refrain vorbereitet wird.

Der Refrain: Der Refrain ist die Spitze des Spannungsbogens und der Hauptteil des Songs. Ein auffälliges Gliederungsmerkmal ist die Wiederkehr von textlich/musikalisch identischen Zeilen. Jedes Auftreten des Refrains kann dabei leicht varriiert werden, um ihn an die jeweiligen angrenzenden Strophen anzupassen.

Das Ending: Das Ending steht am Ende eines Musikstücks. Oftmals besteht es lediglich in einem einfachen Fade-Out, in anderen Stücken wird ein Schlussakzent gesetzt. Man sollte bedenken, dass das Ending die letzten Klänge sind, die der Zuhörer vom Stück hört.

Audioaufnahmen im Tonstudio

Für jede Audioaufnahme gilt es den höchstmöglichen Pegel unter Übersteuerung auszupegeln. Speziell bei Gesangsaufnahmen achten Sie auf eine leichte Vorkomprimierung, experimentieren Sie mit Mikrofonabständen und bedenken Sie psychologische Aspekte der künstlerischen Darbietung unter Studiobedingungen.

Produktion und Mixdown

Musik wird generell ihrem Gestus entsprechend produziert und abgehört, z.B. Jazz, Klassik und Musical unquantisiert bei mittlerer Abhörlautstärke, dagegen Clubmusik durchweg quantisiert in hoher Abhörlautstärke. Wechseln Sie beim Mixdown die Abhörlautstärke öfter, um die Durchsetzungsfähigkeit von Klängen besser beurteilen zu können.

Hören Sie nach Möglichkeit den Mix auf einer oder mehreren Useranlagen (Autoradio, HiFi) gegen. Grenzen Sie den Frequenzbereich von einzelnen Instrumenten im Arrangement ein, um mehr Transparenz zu erreichen. Desweiteren nutzen Sie eine räumliche Trennung der einzelnen Klanquellen durch unterschiedliche Hallzeiten (kein Hall, kurzer Hall, mittlerer Hall, langer Hall) bzw. Raumklänge.

Aufstellung der Lautsprecher

Achten Sie auf die richtige Aufstellung der Lautsprecher. Mitteltöner auf Ohrhöhe, Hochtöner leicht über Ohrhöhe. Bei zentraler Sitzposition sollte der Abstand beider Boxen zum Ohr jeweils gleich sein.

Beschaffenheit der Wände im Tonstudio

Versuchen Sie schallreflektierende Flächen im Raum zu minimieren, ohne dabei einen schalltoten Raum zu erzeugen. Oft wiken schon Teppichböden an Wänden wahre Wunder, wenn es darum geht die räumliche Position einer Schallquelle im Mix zu beurteilen.


Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *